Lotsen führen z.B. ein Schiff durch schwierige Gewässer. Unsere Welt befindet sich in schwierigem Gewässer. Wir suchen Lotsen, die ihr Engagement noch kompetenter und qualifizierter gestalten wollen. Ziel des Seminars ist, die im Sozialpakt und anderen Dokumenten verankerten geltenden Menschenrechtsgrundlagen und ihre bisherige Umsetzung kennenzulernen sowie die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Nutzung herauszuarbeiten.


Fr 30.07.10, 19:00 - 21:00 Uhr | Wie funktioniert die Welt global?
Hindernis oder Hilfe: Was internationale Institutionen und Abkommen für die Zivilgesellschaft bedeuten können

Die - bekannte - ungerechte Verteilung des Wohlstands insbesondere auf globaler Ebene ist nicht nur ein Problem der armen Regionen; sie gefährdet den Weltfrieden und lässt riesige Wertschöpfungspotentiale ungenutzt, weil viel zu viele Menschen keine Chance bekommen, ihre Möglichkeiten auszubilden und einzubringen.

Der einseitige Wohlstand ist eine strukturelle globale Herausforderung. Ihr kann man erfolgreich nur mit einer weltumspannenden Strategie begegnen, wozu globale Institutionen zwingend notwendig sind. Solche gibt es bereits seit mehr als 100 Jahren viele und jedes Jahr kommen weitere hinzu.

Die bestehenden Institutionen (z.B die UN, WTO, IWF und Weltbank) werden an diesem Abend daraufhin untersucht, inwieweit sie zu einer "Welt in Balance" einen Beitrag leisten.

Für unser Handeln ist entscheidend, ob wir diese Institutionen als Vorläufer einer fairen und gerechten globalen Ordnung verstehen dürfen.

Referenten: Dr. Botho Kickhöfer und Edwin Busl; beide von Global Marshall München

Sa 31.07.10, 10:00 - 13:00 Uhr | Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte und ihre Bedeutung

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte stehen wirtschaftliche, soziale und kulturelle sowie bürgerliche und politische Rechte gleichberechtigt nebeneinander - weil sich alle Menschenrechte wechselseitig bedingen.

Dennoch führte die weltpolitische Entwicklung zur Schaffung zweier UN-Menschenrechtspakte: des sogenannten "Sozialpaktes" und des "Zivilpaktes". Im Unterschied zu den bürgerlichen und politischen Rechten sind die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte wenig im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert.

Der Schwerpunkt wird deshalb auf die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte und ihre Bedeutung für die Entwicklungsarbeit gelegt.

Referentin: Marlies Olberz, FIAN, Food First Informations- und Aktions-Netzwerk

Sa 31.07.10, 14:00 - 16:00 Uhr | Workshops

Untermauerung der theoretischen Inputs mit praktischen Beispielen; Handlungsmöglichkeiten mit "Hebelwirkung": Wie können wir in Kenntnis dieser internationalen Abkommen, Rechte und Instrumente argumentieren und die Arbeit auf eine bessere Ebene stellen?

  1. Die Kinderrechte (Brigitte Lux-Kliesch, Nord Süd Forum
  2. Die Rechte der Indigenen (Heinz Schulze, Nord Süd Forum)

    Lifestyle, Konsum - Menschenrechte im Alltag (Ellen Weller, Global Marshall Plan)
  3. Projektförderung ? Frauenrechte ? Entwicklungspolitik (Maria Wolf, Marie Schlei Verein)
  4. Gemeingütererklärung: Die Erde gehört allen (Eva-Maria Heerde-Hinojosa, Misereor Bayern)

Sa 31.07.10, 16:00 - 17:00 Uhr | Abschlussplenum

Austausch, Ergebnisse und Konsequenzen.