Aktuelles

Im Juli 2017 traten die Stadträte Marian Offman (CSU) und Dominik Krause (Grüne) aus dem Beirat des Trägerkreises EineWeltHaus München e.V. aus. Dies haben diverse Gruppen des Hauses zum Anlass genomen, sich mit den im Raum stehenden Vorwürfen auseinanderzusetzen, im EineWeltHaus würden antisemitische Gruppen bzw. Veranstaltungen geduldet.
Ein Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist eine Stellungnahme, die von Mitglieds- und Nutzergruppen des EineWeltHauses unterschrieben worden ist.

Der Text steht auf der Homepage des Sozialforums: http://www.m-sf.de/

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Stellungnahme des EineWeltHauses zum Austritt zweier Beiratsmitglieder, sowie

der Presseerklärung des Kulturreferenten Hr. Dr. Küppers

Das EineWeltHaus bedauert die Austritte von StR Dominik Krause und StR Marian Offman aus dem Beirat. Vorstand und Geschäftsführung hoffen, mit den beiden Stadträten bzw. ihren Fraktionen auch weiterhin im produktiven Austausch zu bleiben.
Das EineWeltHaus verurteilt jede Form von Antisemitismus bzw. gruppenbezogener
Menschenfeindlichkeit aufs Schärfste.
Um einen ausgewogenen Diskurs zum Nahost-Konflikt zu ermöglichen, sieht das EineWeltHaus die Notwendigkeit, auch die palästinensische Perspektive miteinzubeziehen.
Das Haus bot im vergangenen Jahr über 280 Nutzer/innengruppen und 90.000 Besucher/innen eine große Bandbreite an Themen und Formaten wie Sprachkurse, Workshops, Diskussionsveranstaltungen, Konzerte und Lesungen.
Die Gruppe Salam Shalom ist eines von 62 Mitgliedern im EineWeltHaus. Gegen sie wurde auf der Beiratssitzung des Trägerkreises EineWeltHaus München e.V. am
25.10.2016 der berechtigte Vorwurf erhoben, auf ihrer Website auch antisemitische Inhalte zu publizieren. Der Beirat, der die Arbeit des EineWeltHauses unterstützend begleitet, empfahl daraufhin dem Vorstand, solange keine Räumlichkeiten mehr an Salam Shalom zu vergeben, bis folgende Auflagen erfüllt werden:
• Sofortige Entfernung sämtlicher antisemitischer Inhalte von der Website
• Distanzierung von den antisemitischen Inhalten
• Bekennen zum Leitbild und der „Stellungnahme zum Umgang mit dem Konflikt Israel-
Palästina“
Die Auflagen wurden von der Gruppe nach Bekanntwerden sofort umgesetzt.
Salam Shalom distanzierte sich auf der Mitgliederversammlung des Trägerkreises am 01.06.2017 ausdrücklich von diesen Inhalten und und entschuldigte sich in aller Form. Die Vereinsmitglieder stimmten daraufhin gegen einen Antrag auf Ausschluss von Salam Shalom aus dem Trägerkreis EineWeltHaus München e.V. .
Bedauerlicherweise kündigte die geschätzte Mitgliedsgruppe Karawane München ihre
Mitgliedschaft nach dieser Entscheidung durch die Mitgliederversammlung. Das EineWeltHaus hofft, mit der Gruppe im Dialog zu bleiben. Ein großer Teil der Mitgliedsgruppen nimmt den Inhalt der Versammlung zum Anlass, sich mit dem Thema Antisemitismus vertieft zu beschäftigen. Sie sind empört über die Vorwürfe gegen das EineWeltHaus, das sich seit 16 Jahren mit großem Engagement für Flüchtlingshilfe, ökologischen Wandel und Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung, Lateinamerika, Nord-Süd-Arbeit, für Selbsthilfe und Selbstorganisation einsetzt. Darüber hinaus nehmen die Mitglieder des Trägerkreises die Kritik am Haus sehr ernst und sind bereit, sich damit auseinanderzusetzen. Sie halten eine Aufarbeitung der Geschehnisse für dringend erforderlich.
Das EineWeltHaus hat sich über die Jahre zu einem in der Münchner Stadtgesellschaft fest verankerten und gut besuchten Forum und Veranstaltungsort für Menschen aller Kulturen und Nationalitäten entwickelt. So leistet es einen Beitrag zu einer toleranten und weltoffenen Landeshauptstadt. Die Beteiligten wünschen sich, dass das EineWeltHaus auch wieder in seiner Vielfalt wahrgenommen wird.

München, den 28.07.2017
Vorstand und Geschäftsführung
des Trägerkreises EineWeltHaus München e.V.

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